Health Care & Share Studie 2013: Potentiale von digitaler Kommunikation und Social Media für den Gesundheitsmarkt

In einer aktuellen Studie befassten sich Studierende des Masterstudiengangs Elektronische Medien der Hochschuleder Medien (HdM) in Stuttgart mit dem Gesundheitsmarkt. Die Health Care & Share Studie 2013 basiert auf mehr als 10 Einzelumfragen mit 200 bis 500 meist jüngeren Teilnehmern und gibt einen Überblick über Konzepte und Potenziale der digitalen Kommunikation in den sozialen Netzwerken.

Mit dem Massenmedium Internet hat sich die die Arzt-Patienten-Beziehung heute grundlegend geändert. Patienten informieren sich nicht nur online über ihre Symptome, Diagnosen und Behandlungsmöglichkeiten, sie können auch Ärzte und Krankenhäuser ganz schnell über das Internet bewerten. Wissensplattformen vereinfachen den Erfahrungsaustausch mit Kollegen und ermöglichen es, Teilnehmer des Gesundheitsmarktes stärker zu vernetzen.

Themen der Health Care & Share Studie 2013 waren unter anderem die Facebook-Nutzung von niedergelassenen Ärzten in Deutschland, die Digitalisierung im medizinischen Fachbuchmarkt,Branding von OTC-Produkten, der Einsatz von Social Media in deutschen Kliniken, Gesundheits-Apps im Check, Selbst- und Fremddiagnose im Social Web und gesetzliche Krankenkassen im Social Web.

Sind browserbasierte Geschäftsmodelle die Zukunft für Verlage?

Nach dem Themenbereich der Studie „Verlage im Wandel“ stehen Verlage aller Art vor einer gravierenden Umstrukturierung ihrer Geschäfts- und Erlösmodelle. Martin Spencker, Verlagsleiter „Studium und Lehre“, Georg Thieme Verlag, sieht die Zukunft in browserbasierten statt downloadbasierten Geschäftsmodellen und einer stärkeren Einbindung von User-generated Content. Die klassischen Geschäftsmodelle der Fachbuch- und Fachzeitschriftenverlage werden nach Spencker komplett in Frage gestellt. Dabei habe die digitale Revolution auf Verlage eine vergleichbare Auswirkung wie die Industrialisierung auf Handwerksbetriebe im 19. Jahrhundert. (Verlinken aufSeite 34-39 pdf)

Medizinstudenten sind zu 72,5 % täglich bei Facebook unterwegs und an preisgünstigen Apps interessiert

Im Rahmen der Teilstudie „Verlage im Wandel“ wurde eine Umfrage zum Mediennutzungsverhalten von 160 Medizinstudenten an 31 deutschen Universitäten durchgeführt. Nach den Ergebnissen würden die Hälfte (48 %) aller Befragten digitale Inhalte wie E-Books oder Apps analogen Büchern vorziehen, wenn diese erheblich preiswerter wären. 72,5 Prozent der Befragten besitzen ein Smartphone und 70,6 Prozent nutzen täglich Facebook.

Entwicklung zur aktiven Präsentation im OTC-Markt

Der Markt für nicht-verschreibungspflichtige Arzneimittel (OTC) ist aufgrund der steigenden Bedeutung des Internets einem großen Druck ausgesetzt, sich aktiv zu präsentieren. Soziale Medien werden von OTC-Herstellern daher oftmals dazugenutzt, Verbrauchern eine ergänzende Produkt- und Informationsoberfläche zu bieten, die den gegenseitigen Austausch erlaubt. Damit kann ein reales Markenerlebnis geschaffen werden.

Die Studie erörtert unter anderem auch, wie der Auftritt von deutschen Krankenhäusern in den sozialen Medien wie Facebook, Twitter und Co. von Patienten und potenziellen Patienten wahrgenommen und beurteilt wird. Im Bereich „Social Doc“ wurden Praxis-Seiten von verschiedenen Ärztegruppen auf Facebook untersucht. Eine Online-Umfrage schätzt die Relevanz von Facebook bei deutschen Ärzten zusätzlich ein.

Im Teilbereich „Gesundheits-Apps im Check“ wurden Apps aus der Kategorie Medizin/Gesundheit in drei Gruppen unterteilt: Fitness, Medizin und Ernährung. Im AppStore sind über fünf Milliarden Apps, von denen sich etwa 5 Prozent in die untersuchte Kategorie einordnen ließen.

Lesen Sie einige aussagekräftige Ausschnitte aus der Studie “Health Care & Share Studie 2013”.

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