Pharma hat digital-Health-Angebote im Fokus

84 Prozent der befragten Manager sind überzeugt davon, dass es in absehbarer Zeit erfolgskritisch sein wird, eine Digital-Health-Strategie implementiert zu haben. Das ist das Ergebnis einer Umfrage unter 50 Pharmamanagern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Die internationale Unternehmensberatung hat zusammen mit dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) Pharmamanager gefragt, welche Möglichkeiten sie im “Digital Health” sehen.

Unter “Digital Health” verstehen die Studienautoren dabei diverse Anwendungen: beispielsweise online-gestützte Sprechstunden oder Schulungen, telemedizinisches Monitoring von Vitalfunktionen sowie die Verbesserung der Kommunikation über die gesamte medizinische Versorgungskette hinweg mittels mobiler Endgeräte.

Nach den Umfrageergebnissen werden Angebote rund um Telemedizin und Co als Chance begriffen, sich sowohl Wettbewerbsvorteile im angestammten Arzneimittelvertrieb zu verschaffen, als auch gänzlich neue Geschäfte zu erschließen.

Auch die Kopplung von intelligenten Arzneimittelverpackungen mit funktionalen Elementen, wie beispielsweise einer Einnahmeerinnerung und -überwachung, wird zur “elektronischen Gesundheitswirtschaft” gezählt.

Digital Health soll zusätzlichen Umsatz erwirtschaften

84 Prozent der Befragten sind davon überzeugt, dass es bald – gemeint ist das Jahr 2020 – für Pharmaunternehmen “erfolgskritisch sein wird, eine Digital-Health-Strategie implementiert zu haben”, berichtet die Ärztezeitung über die Ergebnisse der Umfrage.

73 Prozent der Befragten rechnen damit, bis dann eine solche Strategie für ihr Unternehmen auch entwickelt und umgesetzt zu haben. Aktuell seien Digital-Health-Programme oft noch in Analyse- oder Pilotierungsphasen, so die Studie.

77 Prozent Befragten glauben, mittels Digital Health zusätzlichen Umsatz erwirtschaften zu können. 37 Prozent erwarte, mit Digital- Health-Angeboten das bestehende Nutzenversprechen des Unternehmens zu erweitern. 57 Prozent sind sich sicher, mit den neuen Technologien auch “grundsätzlich neue Nutzenversprechen” in den Markt bringen zu können.

Digital Health wird von den Managern eine “wichtige”(27 Prozent) oder sogar “entscheidende”( 73 Prozent) Bedeutung im Wettbewerb der Arzneimittelhersteller zugesprochen. Nicht klar ist jedoch bisher, wer die Digital-Health-Programme bezahlen wird.

18,5 Prozent der Befragten sieht hier die Branche selbst in der Pflicht. 14 Prozent der Befragten sehen Ärzte als potentielle Kostenträger, 14 Prozent Patienten, jeweils 18,5 Prozent private und gesetzliche Krankenversicherungen sowie knapp 17 Prozent Verbraucher.

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